Chronik

 

 

Sie sehen hier, aus dem Jahre 1916, einen kleinen Ausschnitt aus der Chronik.

Lesen Sie ein Stück Geschichte aus der Kriegszeit, von vergangenen Zeiten in Obertiefenbach.

 

 

Übersetzung:

 

Auch dieses Jahr war noch ein Jahr des Krieges. Viele Leute dachten es wird uns Frieden bringen aber sie haben sich getäuscht. Es wurde immer weiter gekämpft. Schon anfangs Februar wurde ein großer Angriff geplant auf die Festung Verdun, es wurde dort fiel Artellerie aufgestellt und mit einem Schlag schießen 2000 Geschütze ihre Geschosse auf die Festung Verdun und die feindliche Stellung. Der Kanonendonner war hier warnehmbar ähnlich wie ein Erdbeben. Die Franzosen wurden aus ihrer Stellung geworfen und mehrere Forts erobert, es kostete fiel junges Blut, eine Entscheidung gabs nicht. Das neutrale Rumänien wurde von den Russen immer mehr gegen Östereich gehetzt und erklärte auf einmal Östereich den Krieg.

 

 

Übersetzung:

 

Nun dachten unsere Feinde jetzt werden sie unterliegen müßen und der Jubel war groß. Für Deutschland und seine Verbündeten war ja auch die Lage sehr kritisch. Der Kaiser Wilhelm übergab dem General Feldmarschall von Hindenburg den Oberbefehl über sämtliche Truppen Deutschlands und seiner Verbündeten. Dieser alte Haudegen griff Rumänien an und Schlug sie in die Flucht und in einer Zeit von 3 Monate war Rumänien in unserer Hand. der Eduard Maxeiner der schon 1914 ausgerückt war und bis Oktober 1916 glücklich durchgekommen war, wurde bei einer Übung von Handgranaten so verwundet, daß er sofort Tod war. Der Wilhelm Benkhäuser der in Galizien gegen die Russen kämpfte, wurde bei einem Patrolliengang von den Russen überfallen und getötet. Alle Stände waren zu Ende des Jahres 1916 Kriegsmüde unser Kaiser selbst. und so machte unser Kaiser unsern Feinden ein Friedensangebot durch Vermittlung von Amerika, aber unsere Feinde lehnten dasselbe in hochherzigerweise ab und sagten die Deutschen müssen erst unterliegen und nun wird wieder weiter gerüstet und alles was Beine hat bis zu 48 Jahr wird eingezogen und ausgebildet zur großen Offensive.

 

 

Übersetzung:

 

Am 26 Juni sind die 2 Glocken vom Kirchturm herunter gelassen worden und werden zu Heereszwecke für den Krieg verwendet. Die große Glocke hat die Inschrift: 1732 goß mich Georg Christoph Roth in Mainz. Oberdiffenbach. Die kleine Glocke trägt die Inschrift: Gemeinde Obertiefenbach- Bettendorf 1879. Einige Wochen später auch die Orgelpfeifen zu Kriegszwecken gebraucht wurden. In den Städten sieht es traurig aus, die Leute haben nichts zu essen, tagtäglich sieht man geringe Leute die mit Rucksäcke auf den Dörfern herumgehen und betteln und Nahrungsmittel aufkaufen wollen. Das Vieh wird abgeschlachtet, jede Woche muß die Gemeinde 2 Schlachtrinder liefern 25 Pfund Butter, 300 Eier. In Frankreich ist Karl Weldert gefallen. Der Zimmermann Heinrich Becker ist am Bahnhof Holzhausen beim Stammholz verladen durch platzen einer Kette verunglückt und nach 8 Tagen gestorben. Auch das Jahr 1917 geht zu Ende und immer ist noch kein Frieden. Die Russen sind aber so geschlagen, daß sie einen Waffenstillstand beantragen, dieser ist im Dezember abgeschloßen worden und soll am 14 Januar 1918 enden während dieser Zeit wird in Brest- Litowsk verhandelt. Der Teodor Kratz ist in englische Gefangenschaft geworden. Die Dienstzeit des Bürgermeister Maxeiner ist am 14 Januar 1918 abgelaufen und es wurde eine Neuwahl auf den 29 Dezember angeordnet und es ist der Bürgermeister Ludwig Maxeiner einstimmig auf 8 Jahre wiedergewählt worden. Im Juli brannte die Scheune nebst Holzschuppen des Phil. Walter infolge Blitzschlag vollständig nieder.

 

 

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