Obertiefenbach im Taunus

Herzlich Willkommen in Obertiefenbach.


Als Bürgermeister unserer kleinen, aber feinen Gemeinde darf ich Sie recht herzlich willkommen heißen.


Obertiefenbach im Taunus befindet sich im Land Rheinland-Pfalz und dort im Rhein-Lahn-Kreis und ist ein Ortsteil der Verbandsgemeinde Nastätten. Unser Dorf ist ländlich geprägt und liegt inmitten des Naturparks Nassau direkt am Weltkulturerbe LIMES.


Die Einwohnerzahl hat sich in den letzten Jahren so um die 400 Einwohner eingependelt. Mal einige Bürger mehr, mal einige weniger. Eine rührige Gemeinde, was die ehrenamtlich geführten Vereine betrifft. So können wir unseren Bewohnern mit einem gemischten Chor, einer gut aufgestellten Feuerwehr mit Frauen— und Jugendabteilung, einem Feuerwehrverein, einem ev. Posaunenchor, den Landfrauen, einer sehr aktiven CVJM-Jungschar und einer Reitervereinigung sowie einer Theatergruppe aufwarten.


Willkommenen Besuchern unserer sehenswerten Gemeinde präsentieren sich einige sehr gut restaurierte Fachwerkhäuser, eine ev. Kirche aus dem Jahre 1774, ein schöner Dorfplatz mit Fachwerkscheune und dem Rathaus. Die Dorfscheune sowie auch das Rathaus dient den Vereinen und der Gemeindeverwaltung als Veranstaltungsstätte. Darüber hinaus verfügt Obertiefenbach auch über eine Gemeindehalle mit Bühne, die rund 400 Personen, somit auch für größere Veranstaltungen geeignet, Platz bietet.


Obertiefenbach liegt im Mittelpunkt des Dreiecks zwischen Koblenz, Wiesbaden und Limburg. Diese zentralen Städte sind in ca. 30 – 40 Minuten über gut ausgebaute Straßen erreichbar. Unsere „Hauptstadt“ im Blauen Ländchen ist jedoch das 7 km entfernte Nastätten. Hier finden Sie alles, was es zum täglichen Leben braucht. Einkaufszentren, Schulen, Ärzte, Gastronomie, Industriebetriebe für viele Sparten, Automobilfirmen aller Art, Reitverein, Sportmöglichkeiten usw. usw. – Nastätten – das Zentrum des „Blauen Ländchens“.


Besucher und Gäste unseres Dorfes erwartet eine Anzahl von Rad- und Wanderwegen sowie den Weltkulturerbe Limes - Drei Kastelle Wanderweg. Im Verlauf dieses Weges befinden sich die Kastelle in den Nachbarorten Pohl und Holzhausen, dem Geburtsort des Erfinders des 4-Takt Motors, Nikolaus-August Otto, sowie die angedeuteten Überreste des Pfarrhofen Kleinkastells.


Historisches aus der Gemeinde Obertiefenbach


Alle nachfolgenden Angaben nach Recherchen aus Archiven und Urkunden von Andreas Gieß und Wilhelm Schülein, anlässlich der 850-Jahrfeier  unserer Gemeinde. Zum Jubiläum im Jahre 2013 erschien eine kleine bebilderte Chronik. Aus dieser Chronik sind die nachfolgenden Teile entnommen. Diese 118 Seiten starke Broschüre ist noch in der Gemeindeverwaltung vorrätig und kann dort zum Selbstkostenpreis erworben werden.


1163 – Urkundliche Ersterwähnung Obertiefenbachs durch Erzbischof Hillin von Trier. In dieser Urkunde wird auch der Hof Spriestersbach (ehemaliges Klostergut           Brusterbach) erwähnt. Eigentümerin unserer Gemeinde ist Kloster Arnstein. Obertiefenbach besitzt schon eine Kirche aus Stein und im Turm befindet sich die            „Marienglocke“ aus dieser Zeit, die heute noch in unserem Gotteshaus die Stunde schlägt und zum  „Vater unser“ bei Gottesdiensten eingesetzt wird.


1200 – Die nassauischen Grafen teilen ihre Grafschaft in Nassau-Dillenburg und Nassau-Idstein auf. So entstand die ottonische und walramische Linie. Unsere             Gemeinde gehörte zur Grafschaft Nassau-Idstein, südlich der Lahn.


1260 – Die Grafenbrüder von Katzenelnbogen Diether V. und Eberhard I. teilten sich Ihren Besitz im Einrich zu gleichen Teilen – mit den beiden Grafen von Nassau            entsteht das Vierherrengericht auf dem Einrich.


1358 – Erste Erwähnung eines Pfarrers in Obertiefenbach. Pfarrer Heinrich.


1575 – Urkundliche Ersterwähnung der Plätzer Mühle: „Muhlen unterhalb Redart“ in einer Kellerei Rechnung der Finanzstelle Bergnassau.


1618 – 30jähriger Krieg. Obertiefenbach wird zu großen Teilen zerstört. Nur drei Familien oder Hausvorstände überleben, unter ihnen der Müller der Plätzer Mühle.


1649 - ab diesem Jahr wird auch die marode Plätzer Mühle wieder aufgebaut und nach und nach auch unser Dorf. Die Kirche wird zum Teil instand gesetzt.


1774 – Unsere Kirche ist nun nach langen Jahren der Sanierung fertiggestellt. Das Vierherrische Gericht wird aufgelöst.


1817 – Eine neue Schule neben der Kirche wird errichtet und auch das Rathaus mit einem im Inneren gelegenen Backhaus. Ebenso erhält der Gemeinde Schaf-Hirte

           ein neues Schäfer Haus.


1832 – Die Kirche erhält eine neue Orgel im Stil des Biedermeier-Klassizismus der Gebrüder Embach aus Rauenthal. Finanziert wird das  Instrument durch            Holzabgaben der Gemeinde und durch die Kirchengemeinde.


1866 – Obertiefenbach wird durch Auflösung des Nassauischen Herzogtums preußisch.


1886 – Gründung des Männergesangvereins Obertiefenbach. Erster Dirigent bis 1914 ist Lehrer H. Schaab.


1895 – Unsere Jakobuskirche wird grundlegend renoviert.


1917 – Zwei der drei Glocken unserer Kirche werden zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Die Marienglocke bleibt weiterhin erhalten.


1920 – In der Gemeinde werden die ersten Stromleitungen verlegt.


1923 – Aus dem Wasserhochbehälter am Kohlwald fließt erstmals Wasser durch die neuen Leitungen Obertiefenbachs. Heinrich Vales war der erste Einwohner mit            fließendem Wasser.


1934 – Nach 17 Jahren Wartezeit erhält unsere Kirche zwei neue Glocken. Lehrer Berthold Ermert schreibt ein Gedicht und Lied „Mein Obertiefenbach“.


1935 – Im Hasenbachtal, an der Straße zum Hof Spriestersbach, wird ein Schwimmbad von 23.3 Metern Länge, trapezförmiger Breite, vorne 10,75 Meter und hinten            13,20 Meter Breite, errichtet. Aufgeteilt in Plansch- und Schwimmbecken mit Umkleidekabinen.


1943 – Zwei der drei Glocken aus der Kirche werden für Kriegszwecke eingeschmolzen. Wiederum bleibt die Marienglocke erhalten.


1952 – Am Friedhof wird ein Ehrenmal zum Gedenken der Gefallenen des 2. Weltkrieges eingeweiht.


1956 – Unsere Kirche erhält wieder zwei neue Glocken. Die Einweihung ist am 17. Juni.


1983 – Die neue Gemeindehalle wird eingeweiht. Ein Konzert mit Slavko Avsenik und seinen Original Oberkrainern aus Slowenien findet statt.



Weitere Einzelheiten zur Historie bis in die heutige Zeit entnehmen Sie der Broschüre.


Erhard Back, Ortsbürgermeister